Mittwoch, 15. September 2010

Kurz-Reviews II

So, da bin ich wieder und der zweite Block Kurz-Reviews ist wieder ein ziemlich wild durcheinander gewirbelter Haufen und dieses Mal beginne ich ausnahmsweise mit dem schwächsten Glied der Kette.

Kampf der Titanen/Clash of the Titans:
Jetzt werden einige verdutzt fragen: "Eye komm, das ist doch nicht dein Ernst? Willst du uns den wirklich empfehlen?" Ich antworte: Ja und Nein. Für mich ist dieser Film eines der besten Beispiele dafür, dass es bei einigen Filmen Mode zu sein scheint, sie schlecht zu reden. Shyamalans "Lady in the Water" war auch so ein Fall, wo ich beschlossen hatte, mir selbst ein Bild zu machen und dann dachte: Wo ist euer Problem? Bei "The Village" konnte ich die Enttäuschung noch verstehen, denn der wurde völlig falsch vermarktet und hatte mit "The Sixth Sense" und "Signs" (meiner Meinung nach Shyamalans bester - ich weiß: damit stehe ich auf verlorenem Posten) nur noch wenig gemein. Doch bei "Lady in the Water" wusste man, was einen erwartet und der Film hatte genug originelle Einfälle und spielte mit den üblichen Klischees satirisch herum. Vermutlich hatten die Filmkritiker den Streifen gefressen, weil der Filmkritiker selbst die einzige Figur im Film ist, die gefressen wird.
Mit "Kampf der Titanen" verhält es sich ganz ähnlich. Der Film will weder anspruchsvoll noch originell sein - hat diesen Anspruch auch nie erhoben. Es ist Popcorn-Kino, ein Actionreißer mit etwas Sandalenfilm-Romantik. Offen gestanden frag ich mich, was die Leute von dem Film erwartet haben. Besonders lustig wird's allerdings, wenn das Remake mit dem Original verglichen wird, das zwar einen gewissen Kult-Status hat, mehr aber auch nicht. Das Remake ist straffer erzählt, hält sich viel näher an die mythologische Vorlage (außer Io und Perseus Ziehvater sind die Figuren und ihre Konstellationen ziemlich originalgetreu) und gibt die Götter in ihrem Wesen weitaus treffender wieder. Thetis als Widersacherin von Zeus und Perseus etwa war nun wahrlich ausgemachter Blödsinn, denn Thetis war eine der wenigen Gottheiten der griechischen Mythologie, die sowohl Zeus als auch den Menschen gegenüber stets wohlgesonnen war. Im Remake ist es nun - wie ja letztlich immer - Hades. Okay, Ares oder Kronos wäre wohl weit passender gewesen - allein schon weil durch Kronos der Titel endlich mal Sinn gemacht hätte -, aber mit Hades kann man, so wie seine Motive im Film erklärt werden, ganz gut leben. Überhaupt ist Ralph Fiennes als Hades eines der wenigen echten Highlights des Films. Sein Spiel erinnert zwar etwas an seine Darstellung Lord Voldemorts, doch passt dies zu Hades eigentlich sogar besser - durchtrieben, zynisch, berechnend und zum Schein unterwürfig, wenn er Zeus gegenübertritt. Liam Neeson als Zeus wiederum ist so eine Sache. Nichts gegen Liam Neeson, aber für die Rolle fehlt es ihm an der nötigen, natürlichen Arroganz. Anders gesagt: Zeus ist wie so oft viel zu nett. Eine nette kleine Referenz ans Original ist ein kurzer "Cameo" von Athenes Eule, die im Original von mechanischer Natur war und Bubo hieß. Ziemlich zu Beginn zieht Perseus Bubo aus einer Waffentruhe und fragt, was es "damit" auf sich habe. Ihm wird geraten "es" einfach wieder zurückzulegen. Der Aufhänger der Geschichte entspricht der Sage um Andromeda und Perseus fast Eins zu Eins - nur mit dem Unterschied, dass er in der Sage (und auch im Original-Film) Andromeda nicht am Strand stehen lässt, sondern sie heiratet.
Ihr merkt schon: Über die eigentliche Handlung gibt es nicht viel zu sagen, weil es kaum welche gibt. Letztlich ist der Film etwas für so Phasen, wo man einfach mal zwei Stunden abschalten und sich von bildgewaltigen Actionsequenzen berieseln lassen will. Und solche Filme muss es letztlich ja auch geben und ich sag mal so: Zum Abschalten würde ich "Kampf der Titanen" jederzeit einem von Michael Bays Baller-und-Explosionsspektakel vorziehen - "The Rock" und "Die Insel" vielleicht noch ausgenommen. Wenn ich mir ansehe, was uns sonst so vorgesetzt wird, kann ich das Genörgel über "Kampf der Titanen" also nicht so wirklich nachvollziehen... ich kenn weit größeren Müll, der schon mit Oscars überhäuft wurde - kleiner Tipp: Fängt mit "T" an und endet auf "-itanic" ;-) (letztlich der einzige Film, über den ich wohl niemals ein positives Wort verlieren werde).

Kommen wir jetzt aber zu einem Film, über den ich noch sehr viele positive Worte verlieren werde - nämlich zu:

#9:
Ich bin ja bekennender Fan von Filmen wie "The Nightmare before Christmas" und "Coraline" und die Machart von "#9" ist ganz ähnlich. Die Story hat allerdings nicht den morbiden Humor von Henry Selick oder Tim Burton, der "The Nightmare before Christmas" und "#9" mitproduzierte. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn "#9" hat seinen ganz eigenen, düsteren Stil, der zu der postapokalyptischen Welt, in der er spielt, bestens passt. Auf den ersten Blick ist das Setting altbekannt: die Maschinen wurden mit künstlicher Intelligenz versehen, lehnten sich gegen ihre Schöpfer auf und vernichteten sie - kennen wir sowohl aus der "Matrix"-Reihe (Trilogie ist ja nicht ganz richtig) als auch von den "Terminator"-Filmen, denen ich mich im Übrigen bis heute erfolgreich entzogen habe - aber meine Aversion gegen Arni ist ja nichts Neues. Anders als bei diesen beiden ist bei "#9" von der Menschheit in der Tat wohl nichts mehr übrig - zumindest taucht im ganzen Film kein lebender Mensch auf. Die wenigen Menschen, die man zu Gesicht bekommt, sind entweder schon ein Snack für Geier, Maden und Hyänen oder aber nur auf Bild- und Tonträgern zu sehen. Die Protagonisten von "#9" sind neun kleine Stoffpuppen, die wie die Dharma-Kaninchen einfach durchnummeriert wurden. Als letzte Puppe erwacht #9 im Labor seines Schöpfers, der es nicht einmal mehr geschafft hat #9 eine Stimme einzubauen - als er dann später eine bekommt, wird er im englischen Original von Elijah "Frodo" Wood und in der deutschen Sprachfassung von dessen Stammsynchronstimme Timmo Niesner gesprochen. #9 findet ein merkwürdiges Objekt (ein rundes kuppelförmiges Gebilde von der Größe eines Knopfs mit Schriftzeichen darauf) und nimmt es an sich. Im Freien macht er bald Bekanntschaft mit einer anderen Puppe: #2 (gesprochen von Martin Landau bzw. Erich Ludwig). #2 merkt an, das Objekt in #9s Besitz zu erkennen, und verhilft #9 zudem zu einer Stimme. Doch dann werden die beiden von "dem Biest" (einer großen katzenähnlichen Maschine) angegriffen. #2 opfert sich, um #9 zu retten, und wird vom "Biest" verschleppt. Im Laufe der Handlung trifft #9 auch auf die anderen sieben Puppen:
#1 ist der Anführer der Gruppe, ein dogamtischer, paranoider und herrschsüchtiger Charakter, der die Gruppe zu defensivem Verhalten drängen will. Er ist der Überzeugung, es wäre das Beste, sich ruhig zu verhalten, und so ist er auch gegen #9s Plan, #2 aus den Klauen des Biestes zu retten. Letztlich ist er einfach der Inbegriff eines Pessimisten und sehr konservativ eingestellt. In seinen Augen ist der Status quo immer besser als alles, was man durch Veränderung herbeiführen könnte, denn letztlich wird nichts besser, sondern nur schlimmer. Das macht ihn zum krassen Gegenpol zum optimistischen, rebellischen und wagemutigen Charakter #9s. Gesprochen wird #1 von Christopher Plummer (O-Ton) und Fred Maire (Deutsche Fassung).
#5 ist eine Art Heiler. Er selbst verlor im Kampf sein linkes Auge, wäre aber umgekommen, hätte #2 ihn nicht gerettet. Deshalb begleitet der sonst friedfertige und eher feige #5 #9 auf der Suche nach #2. John C. Reilly (OT) und Philipp Brammer (dt.F.) liehen #5 ihre Stimme.
#8 ist ein großer, grobschlächtiger Typ und die rechte Hand von #1. #8 ist der Krieger der Gruppe - nicht sehr intelligent und manchmal ungehobelt und gehässig. Letzten Endes aber nicht wirklich unsympathisch, da er die Gruppe mit seinem Leben schützen würde. Die wenigen Sätze, die #8 spricht kommen in Wahrheit aus den Mündern von Fred Tatasciore (OT) und Torsten Münchow (dt.F.).
#7 ist der einzige weibliche Charakter, was zunächst wieder nach dem üblichen Hollywood-Schema mit einer Quoten-Frau aussieht, aber am Ende absolut logisch ist und sehr viel Sinn macht - ich will nicht zu viel verraten, aber mehr als ein weiblicher Charakter hätte die Logik der Handlung wie eine Abrissbrine zerschmettert. #7 ist eine echte Kämpfernatur, eine Kriegerin und mindestens ebenso rebellisch wie #9. gesprochen wird sie von Jennifer Connelly (O-Ton) bzw. Elisabeth Günther (dürfte euch vor allem als deutsche Stimme von Arwen in der Herr-der-Ringe-Trilogie und Bellatrix lestrange bei "Harry Potter" bekannt sein).
#6 hat einen ziemlichen Dachschaden, aber so sind die Künstler halt. #6 malt von früh bis spät und zwar immer wieder ein und dasselbe Motiv: Das merkwürdige Objekt, das #9 kurz nach seinem Erwachen gefunden hat, was schonmal überdeutlich macht, dass dieses Ding noch verdammt wichtig für die Handlung sein wird. Crispin Glover (O-Ton) und Alexander Brem (Dt.F.) leihen #6 ihre Stimme.
#3 und #4 sind Zwillinge und fungieren als Historiker der Gruppe. Sie wissen daher, wo und wie man Informationen aus der Zeit vor ihnen kommen kann. #3 und #4 können nicht sprechen und kommunizieren entweder über ihre flackernden Augen oder die jeweils gesuchten Dokumente selbst mit den übrigen Gruppenmitgliedern.
Letztlich ist "#9" ein sehr kurzweiliges und schön düsteres Fantasy-Abenteuer mit Einschlägen von Post-Apokalyptischer Science Fiction. Zunächst war ich etwas irritiert, als plötzlich alles zu Ende war (Laufzeit: knapp 80 Minuten), aber rückblickend ist die geringe Spieldauer eher ein Pluspunkt, denn spätestens seit dem Herrn der Ringe werden wir ja von allen Seiten mit auf zweieinhalb Stunden ausgewalzten Machwerken erschlagen, deren Handlung allenfalls für 100 Minuten getragen hätte, weil die Hollywood-Produzenten wohl immer meinen, alles müsse größer, lauter, schneller und zugleich länger sein - Quantität vor Qualität. Aber manchmal ist weniger einfach mehr.



Und das Beste zum Schluss. Tja, ihr dachtet das wäre gerade schon die große Lobehymne gewesen, nein, denn nun kommt ein Film, der gerade die Herzen der Fans von Filmen wie "Pans Labyrinth", "Die Brücke nach Terabithia" (zählen ja bekanntlich beide zu meinen Lieblingsfilmen) oder "Heavenly Creatures" (übrigens auch von Peter Jackson - brachte ihm seine erste Oscar-Nominierung ein) höher schlagen lässt, aber auch ziemlich starke "Lost"-Anklänge hat, denn gerade das Finale von "Lost" wurde wohl doch etwas von der Literaturvorlage dieses neuen Meisterwerks von Peter Jackson inspiriert:
In meinem Himmel/The Lovely Bones
Der Film erzählt die Geschichte von Susie Salmon (Saoirse Ronan) - "Salmon - wie der Lachs". Susie wurde vierzehn Jahre alt. Ihr Mörder wurde nie gefasst. Tja, damit ist eigentlich auch schon das Wesentliche gesagt. Wer jetzt aber einen dieser Krimis im Stil von "Es geschah am hellichten Tag" erwartet, ist mächtig auf dem Holzweg, denn Susie beobachtet von ihrem Himmel aus sowohl ihre Familie als auch ihren Mörder und nimmt sogar Einfluss auf die Welt der Lebenden. Peter Jackson gelingt eine bildgewaltige Mischung aus Psycho-Thriller, Familiendrama und Fantasy-Film - neben der Herr der Ringe-Trilogie seine beste Arbeit. Die Darstellung von Susies persönlichem Himmel erinnert zwar etwas an "Hinter dem Horizont", geht aber letztlich andere Wege und setzt andere Schwerpunkte. Der Film stellt das Jenseits auch nicht als Ort des vollkommenen Glücks dar, verklärt nicht, sondern macht deutlich, was Susie fehlt, wie sehr sie ihre Familie und das Leben, das ihr entgangen ist vermisst. Dieser ganz andere Blickwinkel auf das Thema Tod ist eine der Hauptstärken des Films, denn es wird klar: Sollte es ein Leben nach dem Tod geben, leidet der Verstorbene ebenso wie die Hinterbliebenen an der Entbehrung dessen, was man ihm genommen hat: die Menschen, die er bzw. sie liebte. Auch der Umgang der einzelnen Familienmitglieder mit dem Verlust ist großartig in Szene gesetzt: Mark Wahlberg als Susies Vater Jack ist zwar zunächst etwas gewöhnungbedürftig, aber er ist großartig in der Rolle. Nach Susies Tod hat er zunächst einen totalen Ausratser, dessen Wogen bis in Susies Himmel vordingen, und fängt sich dann, indem er wie mit Susie vor ihrem Tod abgesprochen, jeden Monat einen der vielen Filme, die sie mit ihrer neuen Kamera verknippst hat, entwickelt. Gleichzeitig hängt er sich zwanghaft in die Suche nach Susies Mörder, woran seine Ehe fast zerbricht. Susies Mutter Abigail (Rachel Weisz - man merkt schon, an tollen Schaupielern mangelt es dem Film nicht) flüchtet am Ende auf eine Obstplantage, um Abstand zu dem Tod ihrer Tochter und Jacks manischem Verhalten zu gewinnen. Großmutter Lynn (Susan Sarandon) tobt stattdessen wie ein Wirbelwind durchs Haus und versucht, Lebensfreude auszustrahlen, wo keine mehr ist. Einzig Susies Schwester Lindsey (Rose McIver) unterstützt ihren Vater und gerät dadurch selbst ins Visier von Susies Mörder George Harvey (Stanley Tucci).
Fazit: Ganz großes Kino. Bildgewaltig. Emotional. Spannend. Dramatisch. Peter Jackson fährt eine erstklassige Darstellerriege auf und inszeniert ein weiteres cineastisches Meisterwerk. Allen, die nah am Wasser gebaut sind, empfehle ich allerdings, statt Popcorn lieber eine große Packung Taschentücher bereit zu halten, denn einige Szenen gehen einem doch nahe, ohne dass Jackson die Sznen emotional überfrachtet - ganz im Gegenteil: Oft sind es die winzigen Details oder kleine Randbemerkungen und Kommentare von Susie selbst, die einen treffen.

Montag, 6. September 2010

"Was ich schon immer mal sagen wollte" III - aus aktuellem Anlass: Wir backen uns 'nen Nazi

Tja, mit der Meinungsfreiheit ist das halt so eine Sache. Vor 70 Jahren bekam man Ärger, wenn man gegen Nazis war. Heute bekommt man Stress, wenn man "gewisse Themen" anspricht. Bevor jetzt einer denkt, ich würde die Meinung von Herrn Sarrazin oder anderen Fallbeispielen, die noch kommen werden, zustimmen: Nein, zumindest nicht gänzlich, eigentlich nur in wenigen Punkten. Aber darum geht es ja auch gar nicht, denn dieses Blog ist kein politisches, sondern vor allem eines, das sich neben Filmen und Serien vor allem mit unseren lieben Medien auf unterschiedlichste Art und Weise auseinandersetzt.
Rassismus ist - und das sollte jedem geistig gesunden Menschen (zu denen ich mich nicht einmal zählen will) klar sein - kein deutsches Problem, sondern ein menschliches und so alt wie die Menschheit selbst. In Deutschland hatten wir nun bekanntermaßen ein besonders großes Problem damit und der heutige Umgang von Politik und Medien ist doch immer wieder faszinierend. Steigen wir mal mit den echten Nazis ein, um dann den Vergleich zu jenen zu ziehen, die unsere Medien gerne zu welchen machen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass vor der Bundestagswahl 2005 die NPD in den Ländern der einstigen DDR in zwei Landtage eingezogen war und in den Medien ein großes Theater darum gemacht wurde. Ich weiß das deswegen noch so gut, weil anlässlich der Bundestagswahl die Bochumer Spitzenkandidaten der fünf großen Parteien bei uns in der Schule waren und ein fröhliches Frage-Antwort-Spielchen mit uns veranstaltet haben. In der nachfolgenden Diskussion in unserem Profil kam dann auch das Thema NPD zur Sprache und ich prophezeite meinen ungläubigen Mitschülern, dass die Medien wieder ein großes Theater daraus machen würden und am Ende eh' wieder nichts passiere und in zwei Monaten würde keiner mehr ein Wort darüber verlieren. Als ich dann noch hinzufügte, die Medien und die Politiker der anderen Parteien würden der NPD damit letztlich einen Gefallen tun, wenn sie diese Partei zwar immer mal ins Gespräch brächten, damit sie als Drohkulisse im Raum schwebe, aber nichts Konkretes passieren würde, musste ich mich sogar noch als Befürworter der Partei beschimpfen lassen, was mir einmal mehr bewiesen hat, dass die meisten Deutschen nicht in der Lage sind, sachlich über dieses Thema zu reden, sondern einfach alles rundherum verteufeln und auch jede sachliche Auseinandersetzung schon als erster Schritt in Richtung Rechtsextremismus empfunden wird, obwohl wohl eher das Umgekehrte der Fall ist: wer überall Nazis wähnt, hat meist Angst vor dem kleinen Adolf in sich selbst. Wir erinnern uns ja auch alle noch an den Schrei der Empörung, der durchs Land ging als Dani Levy mit "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" eine Komödie über Hitler ins Kino bringen wollte - ich persönlich empfand den Film letztlich sogar als ZU harmlos. Aber über Hitler darf man ja angeblich nicht lachen. Warum eigentlich nicht? Ich finde: Wenn es ein Mensch in der Geschichte jemals verdient hat, dass man ihn absolut gnadenlos der Lächerlichkeit preisgibt, dann ist es Adolf Hitler. Womit verdient dieses abscheuliche Subjekt es denn bitte, dass man mit ihm nicht machen darf, was jeder Popstars-Kandidat über sich ergehen lassen muss?
Kommen wir zurück zu der NPD-Diskussion. Letztlich behielt ich in beiden Punkten recht: Keine zwei Monate nach dieser Diskussion mit meinen MitschülerInnen waren NPD und Co schon wieder vergessen, bis man sie ein, zwei Jahre später wieder aus dem Schrank holte, damit sich alle kurz etwas gruseln konnten, ehe man sich was neues suchte... Schweinegrippe, Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche, SARS, BSE, Kampfhunde (auch nicht kranke Tiere sind gefährlich), Klimawandel, Taliban, Al "Ka-i-daaaa", pädophile Priester (die haben sich ja allem Anschein nach von heute auf morgen in den Kirchen materialisiert), Flutkatastrophen, Waldbrände, Guido Westerwelle (wirklich ein Grund zum Fürchten), mal wieder Klimawandel (diese Klimagipfel sind auch so etwas, das man im Lexikon unter dem begriff "Kontraproduktiv" findet), Hurrikanes, Zumwinkel, Bankenkrise, das alljährliche Krokodil im Rhein, Bohrinseln, Hygiene in Krankenhäusern und jetzt halt: Thilo Sarrazin.
Die Medien berichten zwar immer mal über die bösen Nazis, doch das hat nicht viel mit objektiver Berichterstattung zu tun. Sind NPD-Mitglieder tatsächlich mal Gegenstand aktiver Politik, werden sie außenvor gelassen, denn diese Menschen haben im deutschen Fernsehen ja keinen Platz. Dabei weiß jeder, der sich mal ein Viertelstündchen einen von diesen Knallköppen angehört hat, dass spätestens nach 10 Minuten die hohlen Phrasen aufgebraucht sind und nur noch heiße Luft kommt. Warum lässt man die Nazis also nicht einfach brabbeln, damit sie sich mal so richtig schön zum Affen machen können (wobei ich jedem Affen weit mehr gescheite Konversation zutrauen würde)? Ganz einfach: Dann wäre ja die schöne Drohkulisse weg. Da die aber ohnehin zu bröckeln beginnt, muss immer mal wieder auch die Gegenseite (also die Linke) herhalten, aber das ist ein noch ganz anderes Thema, wozu ich nur noch sage: Das Lied hat man bis in die 1930er schonmal gesungen. Auch vom NPD-Verbot will ich gar nicht erst anfangen. Wichtig ist nur: Echte Nazis im TV will keiner, weil man befürchtet, die Kontrolle zu verlieren. Man will sie mit Gewalt vorführen oder verteufeln (dass das nötig erscheint, ist auch sehr bedenklich) und fürchtet, das könne mal nicht gelingen oder so offenkundig sein, dass der Zuschauer sagt: "So, wie die den Voigt kleinhalten, haben die wohl Angst vor dem, was der sagen könnte!" Aber was ist mit den Pseudo-Nazis, die sich die Medien und die Politik als Ersatzzielscheiben basteln?
Beginnen wir mal mit dem populärsten Fallbeispiel (vor Sarrazin): Eva Herman. Ich mag die Frau nicht sonderlich und ich teile auch ihre Ansichten nicht, doch was auf ihre aus dem Zusammenhang gerissene Aussage bezüglich der Familienpolitik bis zum Ende des Dritten Reichs im Gegensatz zum Stellenwert der Familie zur Zeit der 68er und darüber hinaus folgte, war letztlich eine televisionäre Steinigung. Wir alle kennen die legendäre Kerner-Sendung wohl zu Genüge und jedem fällt bei genauerem Hinhören auf, wie hier Aussagen verdreht wurden und nur das Ziel verfolgt wurde, diese Frau durch den Wolf zu drehen. Um eine Möglichkei zur Erklärung ging es hier nie. Und auch diese ganzen Witze mit "Eva Braun... ähm... Quatsch Herman Göring, nein auch nicht" hätten sich viele selbsternannte Kabarettisten lieber geschenkt, denn die Sprüche kamen selbst von solchen, die sie eigentlich nicht nötig hatten. Jeder, der sich nun mal die Mühe gemacht hat, das komplette Zitat im Originalkontext zu hören, weiß, dass es nicht ansatzweise so schlimm war, wie man uns weißmachen wollte.
„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – …; es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“(Quelle: Wikipedia)
Man wollte von Frau Herman ja immer eine Distanzierung von dieser Aussage und da frag ich mich: Von was hätte sie sich distanzieren sollen?
Als in den USA bei der Beamtin Shirley Sherrod was ganz ähnliches passierte, kamen aus den Ecken, die damals Frau Herman eins übergebraten hatten, hämische Beiträge daher. Was hatte Shirley Sherrod getan? Auf einem Treffen der NAACP hatte sie etwas geäußert, das aus dem Zusammenhang gerissen als rassistische Äußerung gegen weiße Bauern zu verstehen war. Ein kleiner Internet-Nazi lud diesen verkürzten Ausschnitt hoch, um die afroamerikanische Staatsdienerin zu diskreditieren und die Hexenjagd war eröffnet. Nachdem man die gute Frau medienwirksam gefeuert hatte, kam man dann doch mal auf den Gedanken, sich die ganze Rede anzusehen und... Ups! Was sagt die da?
"Es gibt keinen Unterschied zwischen uns" (Quelle: N24.de)
Das war ein gefundenes Fressen für unsere Nachrichtenmagazine... . Mit welcher Häme öffentlich-rechtliche Polit-Magazine und dergleichen nun über die blöden Amis herzogen war schon echt peinlich - vor allem: Die Amis haben ihren Fehler wenigstens eingeräumt. Den Satz "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen" kennen die deutschen Magazine wohl nicht.

Ich habe aber noch so einen schönen Panorama-Beitrag gefunden:

Jetzt bin ich nun wahrlich kein Freund der hessischen CDU und will nicht verhehlen, dass Herr Koch und seine schwarzen Brüder ganz gerne mal in braunen Gewässern Baden oder zumindest Angeln gehen, aber jetzt mal ehrlich:
Würde ich zum Beispiel in die Türkei fliegen und dort einen Türken als "Scheiß-Türke" beschimpfen, dürfte ich mich doch nicht wundern, wenn ich eins aufs Maul kriege, oder? Wenn ich diesen Beitrag sehe, sehe ich Meinungsmache. Da hat ein Politiker etwas gesagt, was man gut verpackt den Leuten als Rassismus verkaufen kann, wo gar keiner war, denn: Wenn ich in einem anderen Land lebe und die dortige Bevölkerung aufgrund ihrer Nationalität in ihrem eigenen Land anpöbel, dann hab ich da nichts verloren. Zumal "Panorama" hier auch noch so blöd ist, die Aussagen Wagners vorzuspielen und jedem ist doch wohl klar, dass er hier überspitzt, was "Panorama" als ernsthafte Absicht hinstellt. Und aus dem Publikum werden dann drei Gestalten rausgepickt, die nun wahrlich auf dem NPD-Parteitag besser aufgehoben gewesen wären.
Der Rassist ist aber selbst dann doch wohl der, der "Scheiß-Deutscher" sagt. Wobei das ja noch harmlos ist gegen so Aussagen wie: "Ihr Deutsche seid alle Nazis" - also, wenn man jemanden aufgrund seiner Nationalität in eine Schublade steckt, ist das Rassismus. Da unsere Medien aber gerne wie Pontius Pilatus ihre Hände in Unschuld waschen und sich gerne als Nicht-Rassisten darstellen wollen, suchen sie nicht nur nach möglicherweise rassistischen Tendenzen bei anderen, nein, sie fügen der Regel von oben einen Zusatz hinzu und machen daraus: Wenn man jemanden aufgrund seiner Nationalität in eine Schublade steckt, ist das Rassismus - außer der Betroffene ist Deutscher. ODER: Wenn ein Deutscher etwas zur Intergartionspolitik (übrigens selten unpassendes Schlagwort) sagt, was nicht auf "Lasst sie alle rein!" hinausläuft, ist er ein Nazi. Diese Einbürgerungstests stellt aber keiner in Frage, obwohl sie so gestaltet sind, dass man sie kaum bestehen kann oder wie Volker Pispers einmal sagte: "Wenn sie den Test mit allen Deutschen machen, können Sie die Hälfte ausbürgern. Ein verführerischer Gedanke!" In der Tat!^^
Tja, und da komm ich dann irgendwo nicht mehr mit. Auf der einen Seite hacken die Medien sofort undifferenziert auf jeder Äußerung rum, die man unter gewissen Umständen, vielleicht als rassistisch werten könnte. Auf der anderen Seite begegnet uns in den Medien, der Politik und im Alltag ständig unterschwelliger Rassismus. In den Nachrichten krieg ich jedesmal Zustände, wenn ich Sätze höre wie: "Bei dem Flugzeugabsturz kamen 423 Menschen ums Leben - darunter auch zwei Deutsche!" DAS ist Rassismus, denn hier wird im Tod noch selektiert, aus welchem Land man kommt. RTL verkauft uns in Reality-Shows und Doku-Soaps (die dann meist auch noch gescriptet sind) permanent das Bild vom asozialen, ausländischen Hartz-IV-Schmarotzer, dessen Blagen die armen deutschen Kinder vermöbeln. Dass es solche Familien gibt, steht zwar außer Frage, doch gibt es nicht nur ebensoviele deutsche Familien, wo so etwas passiert, denn der Grund für die Frustration bei den Sprösslingen ist schließlich die finanzielle Lage der Familie und nicht die Herkunft, sofern die nicht der Grund für die Arbeitslosigkeit ist, denn die potenziellen Arbeitgeber gucken schließlich auch RTL, sondern auch etliche Menschen mit Migrationshintergrund, die sich so gut eingelebt haben, dass sie uns schon gar nicht mehr auffallen. Hier haben wir ein Kernproblem der Wahrnehmung: Uns fallen nun einmal vor allem die Menschen auf, die sich nicht angepasst haben und das vermutlich auch gar nicht wollen. Das kann sowohl der Typ im Gothik-Look sein als halt auch die Familie, die sich auf Türkisch einmal quer durchs Arztwartezimmer unterhält, während ich mein Buch lesen will. Man merkt sich halt mehr das Unangenehme. Kann sich irgendwer hier noch daran erinnern, wie der letzte Mensch aussah, der einem mal die Tür aufgehalten hat? Oder einem sonst wie hilfbereit entgegengekommen wäre? Aber an den Typ, der uns blöd auf der Straße anpöbelt, erinnern wir uns noch eine Woche später, oder? Wirkte derjenige nun zufällig türkisch auf uns, haben wir erstmal Wut auf Türken. War er zufällig Postbote, sind wir wütend auf Postboten... der Mensch generalisiert immer - wenn auch unterbewusst. Das hat mit Rassismus jedoch herzlich wenig zu tun, sondern mit Generalisierung und Verallgemeinerung und gegen die zwei ist keiner von uns gefeit, weil sie in jedem von uns automatisch ablaufen.
Auch Sarrazin scheint daher zu verallgemeinern. Wir sind nun in unserem Land besonders darauf trainiert, Aussagen zu diesem Thema merkwürdig zu sieben. Serdar Somuncu fragte einmal bei einem seiner Programme in den Saal: "Sind Juden anwesend?" Sofort geht ein beschämt, verhaltenes Lachen durch den Saal. "Warum dieser Lacher? Ich hab nur gesagt: 'Sind Juden anwesend?' Sie haben gehört: 'Sind JUDEN anwesend?' Auch das ist ein Teil des Deals: ich kann mich nicht für Ihre schmutzigen Gedanken schämen. Ich hab ja nicht gesagt: 'Sind Drecksjuden anwesend, die wir vielleicht vergessen haben könnten?'" Tja, und da hat Serdar Somuncu wie so oft den Nagel auf den Kopf getroffen: Wir sind so darauf trainert, jedes Mal schon Rassismus zu mutmaßen, wenn überhaupt das Wort 'Jude' oder 'Türke' fällt, dass wir den Rest schon gar nicht mehr richtig mitbekommen. Den Türken, der sich aufregt, wenn ich ihn statt als "Mensch mit Migrationhintergrund türkischer Abstammung" einfach als "Türke" bezeichne und der sich nicht ohnehin aufgeregt hätte, soll man mir mal bitte zeigen. Ich fühl mich auch nicht beleidigt, wenn man mich als "Weiß" (könnte ja auf "Minimalpigmentierter Mitmensch" beharren) oder "Deutschen" (so gesehen viel eher ein Grund beleidigt zu sein als bei "Türke") bezeichnet. Sorry, aber wer sich an so etwas stört, hat erstens zu viel Zeit und zweitens wohl keine anderen Sorgen. Diese Leute sind es dann aber auch, die etwas "Islam-Kritik" nennen und nachher die ganze Religion runterputzen. Außerdem ist Mulim und Islamist ja schon ein Synonym geworden. Tja, und dann wollen sie noch die Moscheen und Minarette verbieten... Warum nicht gleich anzünden? Hat 1938 mit den Synagogen doch schon so gut geklappt. Wir haben Religionsfreiheit! Und solange dieser weihrauchschwingende, patrairchalische Karnevalsverein mit Kondom- und Schwulenphobie (irgendwo auch paradox) jeden Sonntag zur Frühmesse läuten darf, hat es über Moscheen gar keine Diskussionen zu geben. Das hat auch mit Kulturkreisen nichts zu tun, denn Religion und etnische Herkunft sind zwei ganz verschiedene Paar Schue und, dass das bei vielen Deutschen noch nicht angekommen ist, zeigt umso deutlicher, wo die wirklich gefährlichen Formen des Rassismuses ablaufen!
Das Problem bei Sarrazins Thesen ist ein ganz anderes, denn hier greifen weniger rassistische als kapitalistische Grundsätze. Menschen nach Intelligenz oder Wirtschaftlichkeit einzuteilen und unproduktive Individuen geringer zu bewerten, ist in der Tat menschenverachtend, aber das Lied singen CDU und FDP seit Jahren. Andere bekommen für solche Aussagen und Statistiken fette Gehälter. Und man hackt noch mal ordentlich auf den bösen Hartz-IV-Empfängern rum oder will chronischkranke Menschen mit zusätzlichen Arztgebüren nochmal doppelt zur Kasse bitten.
Wenn nun jemand hingeht und die sogenannte "Intergrationspolitik" anhand solcher Statistiken auswertet und festhält, dass wir schon mit den eigenen Bedürftigen genug Probleme haben oder statt Deutschen mal andere Volksgruppen nach diesen Kriterien untersucht, ist er ein Rassist, oder wie? Unser Außenminister verallgemeinert bei Hartz-IV-Empfängern und wettert gegen Mindestlöhne, denn das kostet ja so viel... für Banken, Hotels, Eurofighter und Steuersenkungen haben wir aber genug, oder was? Bei Bildung und Sozialleistungen ist das dann aber "Spätrömische Dekadenz" - DAS ist menschenverachtend und enthält eindeutig Tendenzen, die sich so auch in der Politik der Nazis fanden: wer nicht produktiv genug ist, ist weniger wert. Bin ich denn wirklich der einzige, für den das bekannt klingt? Von der bösen Gefahr von Links fangen wir besser gar nicht an. Fliegt Westerwelle ausm Amt? Nö.
Jetzt geht also Sarrazin hin und legt den Finger in eine Wunde, legt Zahlen und Fakten auf den Tisch, die sicher auch populistische Züge enthalten, aber gegen Guidos Hetzreden noch harmlos sind, und hier springen plötzlich alle Politiker auf und brüllen: "Das kann man so nicht sagen!" Und mein besonderer Liebling Michel Friedmann haut dann noch einen aus seinem Glashaus raus: "Wir brauchen Brückenbauer und keine Hassprediger!" - Michel, was machst du dann noch hier? Mal ehrlich: Ich glaub, wenn ich "Hassprediger" im Lexikon nachschlage, kommt da erst was über Jürgen Becker und Joachim Kardinal Meisner und dadrunter dann ein Bild von Paulo Pinkel (Ich weiß, eigentlich: Pinkas). Als drittes steht dann da vermutlich noch etwas über das oben schon zitierte Programm von Serdar Somuncu mit dem Titel: "Der Hassprediger liest BILD".
Aber ich gleite schon wieder in die politische Auseinandersetzung ab. Gerade läuft hier "Anne Will" und da spiegeln die Einspieler auch wieder die manipulativen Mechanismen der Medien wieder, denn es kommen komischerweise nur Leute aus der SPD-Basis zu Wort, die das sagen, was die ARD senden möchte. Komisch... alle in der SPD-Basis haben eine grundlegend andere Meinung als die Spitze. Mit geschickt geschnittenen Beiträge kriegen die uns noch dazu, dass wir wieder glauben, die Sonne drehe sich um die Erde, die im übrigen eine Scheibe ist.
Überhaupt greifen auch bei der Berichterstattung wieder Generalisierung und Verallgemeinerung: Man ist FÜR oder GEGEN Sarrazin. Kaum einer hat den Schinken gelesen, alle kennen diese Häppchen, die man uns da vorsetzt, aber selbst bei denen müsste man schon differenzieren. Haben wir ein Problem bei der Integration? - Ja. Gibt es das, was Serdar Somuncu mal sinngemäß als die "Deutsche Übertoleranz" bezeichnete? - Sicher. Läuft zugleich permanent unterschwelliger Rassismus ab?- Aber, hallo! Und zwar auf allen Kanälen und von allen Seiten. Da schenken sich Deutsche und Migranten oder deren Nachkommen herzlich wenig. Mein persönlicher Favorit ist folgender Satz: "Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber..."
Und mit dem schließe ich auch - seht ihn als Denkanstoß!