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Samstag, 29. Januar 2011

We used to be friends a long time ago... - Kult-Serien I: Veronica Mars

ich weiß, die meisten hätten wohl eher "Lost" erwartet, aber zu "Lost" habe ich schon einen ganzen Blog gemacht und meinen Senf dazu abgegeben und deshalb ist jetzt zeit für meine drittliebste Serie und meine liebste von denen, die zu früh abgesetzt wurden. Zudem ist "Veronica Mars" noch immer mehr ein Geheimtipp, also...

Ausgangssituation:

Lilly Kane, die Tochter des Software-Magnaten Jake Kane, wurde ermordet neben dem Pool ihrer Familie aufgefunden. Sheriff Keith Mars verdächtig Lillys Vater und somit den angesehensten und mächtigsten Mann von Neptune, Kalifornien. Die Oberschicht Neptunes verdankt ihren Reichtum zu einem Großteil Jake Kane – durch die Entwicklung und Optimierung des Video-Streamings machte Kanes Firma vor einigen Jahren Milliardengewinne und jeder Mitarbeiter der Firma wurde so über Nacht zu Millionär. Neptune wurde wegen ihm zu einer „Stadt ohne Mittelstand“: auf der einen Seite Millionärsfamilien (da diese im Nobelviertel mit der Postleitzahl 90909 wohnen, oft auch als Null-Neuner bezeichnet) und auf der anderen Seite die, die für sie arbeiten und am Existenzminimum leben. Dass Keith Mars Kane verdächtigt hat für ihn und seine Familie schwere Folgen: er verliert seinen Job, seine Tochter Veronica wird in der Schule fortan von allen gemieden, Keiths Frau Lianne verfällt dem Alkohol und verlässt ihn. Zu allem Überfluss präsentiert der neue Sheriff Don Lamb kurz nach Keiths Entlassung Lillys Mörder: Abel Koontz.



Stil der Serie:

Auf den ersten Blick wirkt „Veronica Mars“ eher wie eine Teenie-Serie, was vor allem daran liegt, dass der Sender (insbesondere in den frühen Folgen) ein junges Publikum für die Serie gewinnen wollte. Der Stil des Intros und das Highschool-Setting mögen den Schluss nahe legen, dass die Serie in diesem Milieu verbleibt. Doch das tut sie keineswegs. Wie für den Film Noir typisch sind die Charaktere sehr ambivalent und ein tiefschwarzer Humor zieht sich durch die ganze Story. Die fiktive Stadt Neptune, in der die Serie spielt, schafft den optimalen Nährboden für eine gesellschaftskritische Krimiserie mit vielen satirischen, aber auch tragischen Aspekten. Besonders der Kapitalismus und der „American Dream“ bekommen regelmäßig ihr Fett weg. Die Oberschicht Neptunes wird bis auf wenige Ausnahmen als intrigant, manipulativ, berechnend und herablassend gezeichnet. Die Highschool dient da schon fast als Metapher, da hier das soziale Gefälle besonders deutlich wird und der Schulalltag nun einmal seinen ganz eigenen Gesetzen und Regeln folgt. Anders als bei anderen Krimiserien, insbesondere denen, die auch ein jüngeres Publikum ansprechen sollen, wirkt die Handlung fast immer sehr glaubhaft und wenig konstruiert – Veronicas Fälle sind nie wirklich große Verbrechen und dennoch versteht die Serie es Spannung aufzubauen, ohne auf aus der Luft gegriffene Wendungen zurückzugreifen. Die größeren Fälle werden für gewöhnlich von Keith übernommen, doch auch hier handelt es sich selten um richtige Verbrechen. Jede Staffel hat aber einen (bzw. – in Staffel 3 – zwei) zusammenhängenden Hauptplot um ein schwerwiegendes Verbrechen: Wer ermordete Lilly Kane? (Staffel1) Wer hat das Attentat auf den Schulbus verübt? (Staffel 2) Wer ist der Hearst-Vergewaltiger? (Staffel 3 – erste Hälfte) Wer hat den Dekan ermordet? (Staffel 3 – zweite Hälfte). Dieser Hauptplot wird wie auch einzelne wichtige Begebenheiten aus Veronicas Leben oft durch kurze Rückblenden, die eher wie ein Traum, leicht verschwommen und mit hohen Gamma-Werten, gestaltet sind, näher beleuchtet. Doch dadurch dass der Hauptfall zwischen 10 und 22 Folgen Zeit hat sich zu entwickeln, bleibt nicht nur viel Raum für falsche Fährten und kleine Details, die auf den Täter hinweisen, aber im größeren Kontext leichter übersehen werden, sondern auch eine ganze Folge für die Auflösung im jeweiligen Staffelfinale. Zwei Plots zeihen sich sogar über zwei Staffeln hin – einer davon sogar fast unbemerkt.



Charakterübersicht:

Um nicht zu viel vorweg zunehmen oder euch zu verwirren, beschränke ich mich mal auf die Hauptcharaktere, die zumindest schon in Staffel 1 vorkommen, auch wenn sie erst später zu Hauptcharakteren erhoben wurden. Wer die Serie kennt braucht keine Infos über Charaktere, die erst in Staffel 2 oder 3 auftauchen, und der Rest kann nichts damit anfangen. Nichtsdestotrotz: SPOILER-ALARM! Stufe 2 würde ich sagen...

Veronica Mars (Kristen Bell): Veronica war, obgleich ihr Vater als Sheriff ein eher durchschnittliches Einkommen hatte, einst Teil der 09er-Clique und die beste Freundin von Lilly Kane. Ferner war Veronica bis kurz vor Lillys Ermordung mit deren Bruder Duncan liiert. Als Keith Mars sein Ansehen in Neptune verliert, ist Veronica die Einzige, die zu ihrem Vater hält, wodurch sie gesellschaftlich abrutscht. In der Schule wird sie zur Außenseiterin. Keith lässt seine hochintelligente Tochter in der Privatdetektei Mars Investigations aushelfen und gelegentlich kleinere Fälle übernehmen. An der Neptune High wird sie manchmal auch von Mitschülern um Hilfe gebeten, wenn mal wieder eine der vielen Intrigen, die die Kids der High Society spinnen aus dem Ruder gelaufen ist. Außerdem ist sie natürlich weiterhin auf der Jagd nach dem wahren Mörder ihrer Freundin. In Staffel 3 wird die Handlung ans Hearst Collage verlagert, wo Veronica Kriminalistik studiert – parallel legt sie ihre Prüfung zur Privatdetektivin ab. Dass Serienschöpfer Rob Thomas die Serie endgültig aus dem Teeniemilieu herauswachsen lies, gefiel dem Sender nicht, der schon bei einigen der früheren Folgen gegen Thomas’ Willen einen an das jüngere Publikum gerichteten Stil durchsetzte. Es war vorgesehen, Veronicas Werdegang noch bis zum FBI zu verfolgen, doch der Sender setze die Serie nach der dritten Staffel ab. Thomas, Bell und prominente Fans wie Autor Stephen King, Regisseur Kevin Smith („Dogma“, „Clerks – die Ladenhüter“) oder Joss Whedon (der Schöpfer der Kultserien „Buffy“, „Angel“ und „Firefly“) protestierten, aber der Sender und die Produktionsfirma blieben hart. Seit dem Ende der Serie kämpfen Fans und die Macher für einen Spielfilm als Abschluss der Geschichte, doch wird dieser immer unwahrscheinlicher.

Logan Echolls (Jason Dohring): Logan war Lillys Freund und litt so wie Veronica sehr unter ihrem Tod. Da er seine Trauer ebenso wie die familiären Probleme mit Arroganz, irgendwelchen Eskapaden und anderem asozialen Verhalten zu überspielen versucht, wird er zunächst zu Veronicas Erznemesis. Als Veronica Logan jedoch helfen soll, seine vermisste Mutter zu finden, beginnt sie zu verstehen, dass er den Kotzbrocken nur mimt. Die beiden freunden sich an und werden im späteren Verlauf der Serie ein Paar – die Fans prägten für die komplizierte Beziehung der beiden das Kürzel LoVe („Lo-“ für Logan und „-Ve“ für Veronica). Eigentlich war der Charakter nur als Nebenfigur in den ersten Folgen geplant, doch überzeugte Dohring in der Rolle so sehr, dass man die Figur ausbaute. Die Dialoge zwischen Veronica und Logan machen einen Großteil der Komik der Serie aus, da Logan der einzige Charakter ist, der Veronica intellektuell wie rhetorisch gewachsen ist.

Keith Mars (Enrico Colantoni): Veronicas Vater arbeitet, nachdem er als Sheriff entlassen wurde, als Privatdetektiv. Sein Hass auf Jake Kane rührt von dessen einstiger Beziehung mit Keiths Frau Lianne zu ihren High-School-Zeiten und einer späteren Affäre der beiden. Obgleich er nicht einmal weiß, ob Veronica seine leibliche Tochter ist (es wäre gut möglich, dass Jake Kane in Wahrheit ihr leiblicher Vater ist), ist sie der wichtigste Mensch in seinem Leben, weshalb er immer wieder vergeblich versucht, sie von riskanten Ermittlungen abzuhalten.

Duncan Kane (Teddy Dunn): Lillys Bruder Duncan beendete die Beziehung zu Veronica, als er herausfand, dass sie seine Schwester sein könnte – verheimlichte ihr dies aber selbst über Lillys Tod hinaus. Duncan leidet unter Epilepsie Typ 4: bei einem Anfall verliert er die Kontrolle über sein Handeln und hat danach meist ein Blackout – doch kommt es nur sehr selten zu Anfällen. Anders als sein Vater und die meisten seiner reichen Freunde ist Duncan sehr sozial und hat einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn.

Wallace Fennel (Percy Daggs III): Nachdem Veronica Wallace an seinem ersten Tag vom Fahnenmast befreit hat (die hiesige Motorradgang klebte ihn nach einem Zwischenfall in der örtlichen Tankstelle mit Duct Tape dort fest), weicht er nicht mehr von ihrer Seite und die beiden werden die besten Freunde. Da Wallace eine Zeit lang im Schulbüro als Helfer arbeiten muss, beschafft er Veronica immer wieder Schülerakten und andere unzugängliche Dokumente.

Eli „Weevil“ Navarro (Francis Capra): Der Anführer von Neptunes Motorradgang, die ausnahmslos aus ärmeren Schülern des Latinoviertels besteht, gibt sich gerne abgebrühter als er ist. Während er in Gegenwart der meisten seiner Mitmenschen den knallharten Draufgänger spielt, zeigt er sich gegenüber Veronica immer wieder als guter Freund und Informant. Letztlich ist Weevil in das Leben eines Kleinkriminellen unfreiwillig hineingewachsen, füllt diese Rolle aber immer wieder voll aus.

Cindy "Mac" Mackenzie (Tina Majorino): Mac bezeichnet sich selbst einmal als Veronicas „Q“ – sie ist ein Computerfreak und kriegt so ziemlich jedes technische Problem für Veronica gelöst. Sie nutzt ihre Fertigkeiten aber auch ganz gerne mal, um den 09ern Geld aus der Tasche zu ziehen.

Don Lamb (Michael Muhney): Der neue Sheriff von Balboa County ist weder besonders arbeitseifrig noch intelligent. Lamb ist jemand, der gerne im Rampenlicht steht, und er geht stets den Weg des geringsten Widerstands. Ferner lässt er keine Gelegenheit aus, seinem früheren Chef und Vorgänger oder dessen Tochter das Leben schwer zu machen.

Jake Kane (Kyle Secor): Der Hauptantagonist der Serie ist ein Mann, den man nicht zum Feind haben will. Kane ist der reichste und mächtigste Mann Neptunes – nicht nur die Stadt ist von seiner Gnade abhängig, nein, er ist zudem noch ein hohes Tier in der Geheimorganisation „The Castle“ (das serieninterne Äquivalent zu „Skulls and Bones“). Leider wird „The Castle“ erst im Finale von Staffel 3 eingeführt und hätte wohl in Staffel 4 eine größere Rolle gespielt – doch kam es nie zu einer vierten Staffel.

Die Casablancas’: Der dritte große 09er-Clan neben den Kanes und den Echolls ist die Familie Casablancas. Die Brüder Dick (Ryan Hansen) und Cassidy (Kyle Gallner) gehen wie Veronica, Logan, Duncan, Weevil, Mac und Wallace auf die Neptune High. Während Dick ein Aufschneider und Rowdy ist, ist Cassidy eher schüchtern und unauffällig. Der Vater der beiden ist der Immobilenhai Richard Casablancas (David Starzyk), der in zweiter Ehe mit der geldgierigen Kendall (Charisma Carpenter) verheiratet ist.




Beste Folgen für einen ersten Eindruck:

1.05 – „Kontrolle ist besser“: Auf der Rückfahrt von einem Wochenendtrip nach Tijuana, Mexiko wird Veronicas neuem Freund Troy der Wagen gestohlen, den er sich unerlaubterweise von seinem Vater „geliehen“ hat. Mit der Luxuskarosse ist außerdem eine Piñata voll mit Steroiden, die Troys Freund für den kriminellen Besitzer eines Fitnessstudios in die Staaten schmuggeln sollte, vom Erdboden verschwunden. Im Hause Mars kriselt es ebenfalls, denn Veronica lernt Keiths neue Freundin kennen: ihre Beratungslehrerin. Allein wegen der Schlusspointe und den sehr unterhaltsamen Dialogen eine sehenswerte Folge, obgleich sie zwischendurch ein paar Längen aufweist.

1.06 – „Die Rückkehr des Kane“: Als die Wahl zum Präsidenten der Schülervertretung alles andere als erwartungsgemäß ausgeht, wittert Veronica eine Wahlmanipulation und geht ihr auf den Grund – leider findet sie dabei wieder einmal mehr heraus, als ihr lieb ist. Logan bedroht durch das Organisieren von Obdachlosenboxkämpfen den guten Ruf seines Vaters, des Schauspielers Aaron Echolls, der daraufhin eine PR-Aktion aus dem Boden stampft, die Logan nutzt, um seinen Vater noch mehr vorzuführen und dabei etwas wirklich gutes zu tun. Diese Folge konzentriert sich sehr viel stärker auf die Charaktere als die vorangegangenen. Sowohl Logan als auch Duncan werden von einer anderen Warte gezeigt und in ihrem Handeln verständlicher. Die Story um die manipulierte Wahl ist mehr Mittel zum Zweck, um die große soziale Schere und das daraus resultierende Konkurrenzdenken innerhalb der Schülerschaft zu verdeutlichen.

1.09: „Blindes Vertrauen“: Eigentlich wollte Veronica für ihren Vater nur herausfinden, wie einer ihrer Mitschüler in die Fänge einer Sekte geriet, doch ehe sie sich’s versieht, ermittelt sie – entgegen Keiths ausdrücklicher Anweisung – auch schon Undercover beim Mondkalb-Kollektiv – so der Name der Gruppierung. Zu ihrer Enttäuschung ist die „Sekte“ eine völlig harmlose Hippiekommune. Leider zahlen die Klienten, die reichen Eltern von Veronicas Mitschüler, nur, wenn es Keith gelingt, belastendes Beweismaterial gegen die Sekte zu finden. Diese Folge ist allein schon deshalb grandios, weil sie sich permanent anders entwickelt, als man gerade erwartet – bis zum Schluss wartet „Blindes Vertrauen“ mit neuen überraschenden Wendungen auf, ohne dabei unlogisch oder konstruiert zu werden. Außerdem hagelt es mal wieder Kapitalismuskritik satt – bei dieser Serie ist das aber praktisch obligatorisch.

1.10 – „Fröhliche Weihnachten“: Bei einer Pokerrunde bei Logan gewinnt Weevil 5000 Dollar, doch als Logan ihn auszahlen will, ist das Geld verschwunden. Weevil kassiert kurzerhand Besitztümer der anderen Spieler als eine Art Pfand – darunter auch Duncans Laptop, auf dem er sein Tagebuch gespeichert hat: Grund genug für Veronica sich auf die Jagd nach dem Dieb zu machen, denn sie ist sich sicher, dass in dem Tagebuch einige Dinge stehen, die besser unter ihr und Duncan bleiben sollten. Das Problem ist und bleibt das Motiv: Warum sollte Logan oder einer seiner reichen Freunde für sie eher läppische 5000 Dollar stehlen? Keith geht derweil einer Morddrohung gegen Logans Vater Aaron Echolls nach. Hier wandelt Veronica wahrlich auf den Spuren von Miss Marple und löst den Fall auch im besten Agatha-Christie-Stil auf. Hinzukommen herrlich bissige Dialoge und viel Situationskomik – besonders die Szene, wo Veronica Logan im Poolhaus aufsucht ist einfach nur saukomisch. Logan ruft Veronica, als sie geht, etwa hinterher: „Verbreite Kopfschmerzen! Verbreite Kopfschmerzen wie der Fön!“ Ferner hat die Folge einen tollen Showdown auf der Weihnachtsparty der Echolls’.

1.11 – „Das Schweigen des Sheriff Lamb“: Ein Serienkiller treibt sein Unwesen: Der E-Seiten-Würger. Eigentlich galt der Killer als gefasst, doch nun ist er zurück und der einzige Experte für die Mordserie ist Keith, der stets daran zweifelte, dass man einst den richtigen hinter Gitter gebracht hatte. So ist Lamb gezwungen mit Keith zusammenzuarbeiten, was ihm arge Probleme bereitet. Derweil kommt Veronica einem Skandal der besonderen Art auf die Spur: das Krankenhaus von Neptune hat zwei ihrer Mitschülerinnen als Babys vertauscht. Diese Folge fokussiert vor allem die Charaktere von Keith, Lamb und Mac, wobei Veronicas Ermittlungen neben der Jagd nach dem E-Seiten-Würger eher zur Nebenhandlung werden. Im Zentrum steht ganz klar die Suche nach dem Serienkiller. Zugleich wird mit einem leicht ironischen Unterton die Geschichte um die vertauschten Kinder erzählt – wiedereinmal geht es dabei um Gesellschaftskritik und ein recht amüsantes Spielen mit gängigen Klischees. Kaum eine Folge verknüpft so sehr Elemente von Film Noir, Comedy, Drama und Krimi miteinander wie diese.

1.12 – „Kampf der Tritonen“: Veronica im Fadenkreuz von Sheriff Lamb: sie soll für einige ihrer Mitschüler Ausweise gefälscht haben. In ihrem Spind findet Lamb sogar Vordrucke und führt Veronica vor den Augen der gesamten Schule in Handschellen ab. Wie sich bald herausstellt, wird der Schüler, dessen Aussage sie belastet, von einem Geheimbund – genannt Die Tritonen – unter Druck gesetzt. Diese Folge hat einfach alles: einen Geheimbund, Schüler, die sich ins Koma saufen, eine Wanze im Büro der Beratungslehrerin (die Gespräche, die Veronica abhört geben einen guten Einblick in das Seelenleben von Logan, Duncan und Weevil), eine versteckte Überwachungskamera, eine Gesangseinlage von Kristen Bell, viel Witz und eine tolle und überraschende Auflösung. Ganz großes KINO!

1.14 – „Mars gegen Mars“: Logan bittet Veronica, ihm bei der Suche nach seiner tot geglaubten Mutter zu helfen, denn er ist überzeugt, dass sie vor seinem Vater geflohen ist, nachdem dessen Seitensprünge öffentlich wurden. Außerdem beschuldigt eine Mitschülerin Veronicas ihren Lieblingslehrer Mr. Rooks vor der versammelten Klasse, eine Affäre mir ihr gehabt zu haben. Während Veronica alles daran setzt, die Vorwürfe zu entkräften wird Keith von den Eltern der Schülerin engagiert, um Beweise für Rooks’ Schuld zu finden. Außerdem ergaunert sich Veronica Duncans Krankenakte bei dessen Hausarzt und findet heraus, dass Duncan Epilepsie Typ 4 hat. Doch noch eine andere Krankenakte fällt ihr dort in die Hände: die von Abel Koontz. Definitiv eine der vielschichtigsten und spannendsten Folgen, die zudem maßgebend für den weiteren verlauf der Serie ist. „Mars gegen Mars“ könnte man als die Folge sehen, ab der die Serie eine neue Richtung einschlägt und weitaus düsterer wird.

Obgleich später noch weit bessere Folgen kommen als diese sieben, würden die einfach zuviel vorweg nehmen. Um einen ersten Eindruck von der Serie zu gewinnen solltet ihr definitiv eine dieser Folgen gucken. Um aber noch einen Eindruck vom Humor zu vermitteln ein kleiner Zusammenschnitt meiner persönlichen Lieblingssprüche aus den ersten zwei Staffeln, um diese kleine Vorstellung etwas anschaulicher zu gestalten (ich sage das nur extra dazu, um unmissverständlich klar zu machen, dass diese knapp 10 Minuten Ausschnitte als Teil des Artikels betrachtet werden sollen und der Illustration dienen):




Sonntag, 22. August 2010

Meine persönlichen Top 25: Lieblingsserien

So Rankings sind ja immer sehr beliebt, da sie mit wenig Aufwand viel Diskussionsstoff liefern und da man ja doch immer mal gefragt wird, was denn nun konkret die persönlichen Lieblinge sind, werd' ich jetzt in unregelmäßigen Abständen mal meine All-Time Favorites verschiedener Kategorien mit recht kurzen Kommentaren versehen veröffentlichen. Bevor jetzt gleich wieder einer nörgelt, weil ich nun ausgerechnet seine Lieblingsserie nicht auf der Liste habe: es sind MEINE Lieblinge - das heißt gewiss nicht, dass es nicht auch Serien gibt, die großartig sind und nicht draufstehen, denn vielleicht habe ich diese Serien nie gesehen (im Anschluss folgen deshalb noch einige Serien, die ich auch gerne gucke bzw. geguckt habe, die es aber nicht in die Top 25 geschafft haben) oder sie sind einfach nicht mein Fall. Hier also meine 25 Lieblings-TV-Serien (es ist der ein oder andere Geheimtipp darunter):
  1. Lost: Nach sechs Staffel, 13 Mobisoden und dem Epilog "The new Men in Charge" ging "Lost" nun in Rente und auch wenn einige über das Ende unzufrieden sind, hat mich die Serie bis heute inspiriert und stets so gefesselt und begeistert, dass alles andere als der erste Platz unfair wäre.
  2. [scrubs] – Die Anfänger ([scrubs]): Für mich die beste Sitcom aller Zeiten: gewagtes Setting, schillernde Charaktere, weites Humorspektrum, herrlich surreale Tagtraumsequenzen, keine Lacher vom Band, Mut zu tragischen Momenten und Gesellschaftskritik. Kurzum: einfach genial und innovativ - absoluter TV-Kult.
  3. Veronica Mars: Ein Paradebeispiel dafür, dass es qualitativ gutes Fernsehen heute schwer hat. Nach drei Staffel wurde die Crime-Dramedy um Jungdetektivin Veronica Mars abgesetzt. Viele erfuhren so wie ich sogar erst nach Einstellung von der Serie, was schon zeigt woran es haperte: schlechte Sendeplätze und falsche Vermarktung. Es ist ein Jammer und es gibt keine Serie, deren Einstellung ich so bedauere, denn anders als bei "Lost" hatten die Autoren noch Stoff für Jahre. Zum Glück halten sich die Cliffhanger nach dem Serienfinale in Grenzen.
  4. Supernatural: Ich habe vor Jahren den Pilot auf Pro7 gesehen und fand ihn wie viele ziemlich ermüdend. Dann gab es bei amazon.de die komplette erste Staffel für 10€ und ich dachte: Gib ihr nochmal 'ne Chance. Ich habe es nicht bereut, denn die erste Folge war die mit Abstand schwächste. Ganz großes Fernsehen!
  5. Dexter: Ich bin mal ehrlich: die Plätze 4 bis 8 sind einigermaßen willkürlich ;-). "Dexter" ist auch so eine der Serien, die in Deutschland an ihrem Sendeplatz krankt, aber durch die hohe FSK-Bewertung müsste sie sonst geschnitten werden, weshalb ich da doch lieber mit dem schlechten Sendeplatz lebe. Auf jeden Fall ist die Serie echt clever und hat einen herrlich morbiden Humor.
  6. ReGenesis: Ein absoluter Geheimtipp. Leider liefen im Deutschen Fernsehen bis heute nur die ersten beiden Staffeln und zwar auf arte. Es sind auch nur diese beiden auf DVD erschienen. Man kann nur hoffen, dass wir die anderen beiden Staffel bei Zeiten nachgereicht bekommen. Wäre wirklich schade drum, denn schließlich bildet diese kanadische Serie eine der Sternstunden moderner Science-Fiction in Reinstform.
  7. TrueBlood: Endlich mal wieder RICHTIGE Vampire und keine Kuschel-Blutsauger á la "Twilight". "True Blood" ist eine symbolträchtige und düstere wie poetische Zukunftsvision in brillanten Bildern. Die Serie zeigt wie ein mögliches Zusammenleben von Menschen und Vampiren aussehen könnte ohne die Vampire ihrer natürlichen Triebe zu berauben oder zu verniedlichen. Sex, Blood and Rock'n'Roll!
  8. Heroes: Staffel 1 war genial und wäre es in dem Stil weitergegangen, hätte ich "Heroes" wohl auf der 4 gehabt. Doch wurde die Serie danach immer abstruser und verlor im Laufe von Staffel 3 den Boden unter den Füßen. Die Inkonsequenz, mit der man die Entwicklung von Charakteren wie Sylar, Mohinder Suresh oder Peter Petrelli beschrieb, und das grundlose "Herausschreiben" vielversprechender Charaktere wie Elle Bishop, Adam Monroe oder Arthur Petrelli haben der Serie zusätzlich geschadet. Sehr Schade!
  9. Fringe: Die Serie hat sicher auch ihre Lückenfüller-Episoden, ist aber dennoch ganz interessant und spannend. Außerdem sind die Charaktere wirklich hervorragend ausgearbeitet. Aber was kann man von J.J.Abrams auch anderes erwarten. Da so langsam die Hintergrundmythologie offenbar wird, gewinnt die Story in Staffel 2 auch stark an Fahrt - ähnlich wie auch bei "Supernatural" muss man dieser Serie wohl einfach etwas Zeit geben, sich zu entwickeln.
  10. Stargate: Kommando SG-1 (Stargate SG-1): Ja, ich hör 'einige schon entsetzt rufen, aber ich habe die Serie früher geliebt, keine Folge verpasst und viele sogar noch als VHS zu Hause stehen. Staffel 1 war bis auf das Finale zugegeben ziemlich arm, aber da ich erst in Staffel 3 reingekommen bin und die alten Staffeln später nachgeholt habe, ist mein Blick auch ein etwas anderer, denn die stärkste Phase hatte die Serie definitiv in den Staffeln 3 - 5. Wobei wirklich schlimm fand ich nur Staffel 6. Klar, die hatte mit Anubis den zweitbesten SG-Schurken (nach Sokar, der ja wahrlich verpulvert wurde), aber Daniel fehlte und da sind wir auch bei der größten Stärke der Serie: die Charaktere. Dieses ungleiche Quartett (in Staffel 8 Trio, in 10 Quintett), deren Dialoge und ein gewisses Maß an gesunder Selbstironie machten "Stargate" für mich immer zu einer der unterhaltsamsten TV-Serien.
  11. The Big Bang Theory: Bei der Serie haben Menschen wie wir ja irgendwie den Eindruck, uns selbst zuzugucken. Ich hab es zwar nicht so mit Superhelden-Comics und "Star Trek", bin aber dennoch ein Vollzeit-Nerd, dessen Zimmer vor DVDs, Büchern und Action-Figuren nur so überquillt. Meine Neurosen liegen wohl irgendwo zwischen Leonard und Sheldon und der Rest eigentlich auch... da freut man sich doch, eine Sitcom über Nerds zu sehen, denn man versteht tatsächlich alle Gags - im Gegensatz zur breiten Masse ;-)
  12. Primeval – Die Rückkehr der Urzeitmonster (Primeval): Die Serie ist sicher nicht jedermanns Fall, aber ich stand immer schon auf Dinosaurier (ich wusste, was ein Tyrannosaurus rex von einem Allosaurus unterscheidet, ehe ich schreiben konnte ;-)) und auf Zeitreisen Stories ebenso. Ganz abgesehen davon liebe ich den trockenen englischen Humor, der in dieser Serie ja immer wieder zum Einsatz kam. Die Hauptstory geht außerdem ja ein gutes Stück über eine Mischung aus "Jurassic Park" und "Stargate" hinaus, ist spannend und clever in Szene gesetzt.
  13. Die Simpsons (The Simpsons): Wie wohl die meisten in meiner Generation liebe ich die gelben Nervensäge aus der Feder von Matt Groening. Da sie letztlich jeder kennt und sie absoluter Kult sind, erscheint es mir auch überflüssig ein weiteres Wort über sie zu verlieren.
  14. Buffy – Im Bann der Dämonen (Buffy - The Vampire-Slayer): Lang, lang ist's her... die Serie kann man wohl mit Fug und Recht als einen der wichtigsten Wegbereiter bei der Revolution im Medium TV-Serie bezeichnen. Zugegeben Staffel 1 und 2 plätscherten noch etwas vor sich hin und die Effekte waren gruseliger als die Monster, aber letztlich zählte bei "Buffy" eh' immer etwas anderes: die Charaktere und der mit pop-kulturellen Referenzen gespickte Humor. Tja, und das große Finale könnte es mit so manchem Blockbuster locker aufnehmen.
  15. Die Tudors: Heinrich VIII. - kaum eine Figur der Geschichte wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Bis heute scheiden sich die Geister an ihm, denn er wurde wahrlich vom Paulus zum Saulus, begann als König der Reformationen, der vom Volk geliebt wurde, und endete als abscheulicher , verhasster Tyrann. "Die Tudors" thematisieren in vier Staffeln Aufstieg und Fall von Henry Tudor - Begründer der Anglikanischen Kirche, Vater von Elizabeth I., Reformator, Friedensstifter und Tyrann. Obgleich nicht jedes Detail historisch korrekt wiedergegeben wird, so wird doch - und das finde ich viel wichtiger - die Stimmung dieser Epoche eingefangen. Von dem großartigen Ensemble, das den historischen Persönlichkeiten neues Leben einhaucht, ganz zu schweigen.
  16. Family Guy: Die erste Serie in diesem Ranking, die ich nicht zumindest teilweise auf Video oder DVD habe, was sich aber beizeiten sicher ändern wird. Auch wenn "Family Guy" immer wieder nachgesagt wird, den "Simpsons" sehr ähnlich zu sein, empfinde ich die Serie als weitaus surrealer und spitzzüngiger. Die Serien haben zwar die gleiche Grundkonstellation und sind beide gezeichnet, aber das war es dann auch mit den Gemeinsamkeiten - der Humor von "Family Guy" ist schwärzer, zynischer, direkter, gesellschaftskritischer - kurzum: böser. Die Serie legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft - wo die "Simpsons" sich damit begnügen, zu parodieren und zu karikieren, will "Family Guy" entlarven und wird deshalb von vielen als grenzwertig wahrgenommen.
  17. Die Wilden 70er (That 70’s Show): Eine Sitcom, auf die ich letztens wieder gestoßen bin, und anders als noch vor ein einigen Jahren hat sie mich dieses Mal voll in ihren Bann gezogen, weil sie wunderbar mit Klischees der 70er Jahre spielt und überspitzt, sich aber nicht von diesen beherrschen lässt, sondern ihren eigenen "Motor" entwickelt, der Handlung und Komik am Laufen hält. Einfach klasse!
  18. Futurama: Es gibt Folgen dieser Serie, wegen denen sie eigentlich noch vor den "Simpsons" hätte sein müssen, aber dann fallen mir auch wieder Folgen ein, die ich ziemlich bescheuert fand - etwa "Amazonen machen Snu Snu". Grundlegend muss man "Futurama" zugestehen einen weitaus bissigeren und hintergründigeren Humor zu haben als die gelben Verwandten. Leider ist die Anzahl der wiederkehrenden Figuren auch geringer, wodurch es mir immer etwas an Running-Gags, gewissen Insidern und Wiedererkennungswerten fehlte.
  19. How I Met Your Mother: Ich weiß, dass viele die Serie wohl gerne weiter oben gehabt hätten, doch bis auf die Erzähltechnik bietet die Serie ja jetzt nichts wirklich einzigartiges. Die Charaktere sind alle sehr schillernd und als Typen toll ausgearbeitet, die Gags sitzen und so weiter... aber sein wir mal ehrlich: es ist nicht die erste Sitcom um eine Gruppe ungleicher Freunde, nicht einmal die erste, die in New York spielt ;-)
  20. Harper’s Island: Am 21. Oktober erscheint die blutige Hetzjagd endlich auf DVD. Das Tolle an der Serie ist, dass sie das Setting und die Motive eines typischen Horrorfilms aufgreift, aber dadurch, dass es halt eine Serie ist, viel mehr Zeit und Raum hat, die Charaktere zu entwickeln und dem Zuschauer sympathisch zu machen, wodurch ihr Tod einen dann viel mehr trifft als in einem Horrorfilm, bei dem man sich ja gar nicht erst mit den Figuren anfreunden - schließlich landen eh' alle bis auf ein oder zwei am Ende in einer schmucken Holzkiste.
  21. Reaper – Ein teuflischer Job (Reaper): Mal wieder so eine Serie, bei der ich nicht begreife, warum sie eingestampft wurde. Ich fand sie - wie das meiste was Kevin Smith macht - saukomisch. Die Charaktere waren cool, die Story war schön abgedreht... schade, schade... eine tolle Mischung aus Sitcom und Fantasy-Serie.
  22. Dr. House (House M.D.): Zu der Serie weiß ich wahrlich nicht, was ich schreiben soll, denn Greg House ist mittlerweile wohl jedem ein Begriff. Ich bin damals über eine Mitschülerin darufgestoßen, die eigentlich im Gegenzug mal einen Blick in "Lost" und/oder "[scrubs]" werfen sollte, aber manche Leute kann man nicht einmal zu ihrem Glück zwingen.
  23. Nightmares & Dreamscapes: Nach den Geschichten von Stephen King (Nightmares & Dreamscapes: From the Stories of Stephen King): Diese Mini-Serie ist zwar keine TV-Serie im herrkömmlichen Sinne, denn die einzelnen Folgen bauen nicht aufeinander auf, sondern bilden stets eine geschlossene Einheit basierend auf einer Kurzgeschichte Kings. Jede Folge ist aber so interessant gemacht und hochkarätig besetzt, dass diese Mini-Serie absolut sehenswert ist. Einer der eingangs erwähnten Geheimtipps also ;-).
  24. Star Wars: Clone Wars & Star Wars: The Clone Wars: Die beiden zu trennen, halte ich für etwas albern, obgleich ich die erste Serie (die 2D-Animation) mit ihren kantigen Zeichnungen und den leicht übertreibenen Kampfszenen etwas lieber mochte als den auf 3D getrimmten Nachfolger. Diese erste Miniserie besaß so einen ungelenken, leicht trashigen Charme wie ihn die alten Film immer hatten. Die 3D-Serie versucht mit ähnlichem Look zu arbeiten und trimmt dann aber wieder alles auf Hochglanz. Der dadurch kreierte Look ist wahrlich einzigartig - comic-hafte Animationen mit naturalistischen Texturen. Die Folgen schwanken zwischen "geiler als Episode I und II" und "ach, du meine Güte - hoffentlich frisst mich bald ein Sarlac, damit ich mir das nicht zuende ansehen muss", was in beiden Fällen Schade ist, wenn man mal so drüber nachdenkt.
  25. Columbo: Und da sag ich noch, es sei bei "Buffy" lange her. Ich bin eigentlich kein Krimi-Fan, aber den schrulligen Kult-Inspektor mit dem Glasauge habe ich schon geliebt als ich noch zu jung war, die Serie überhaupt zu verstehen. Früher hab ich keine Ausstrahlung verpasst und manchen Fall bestimmt viermal gesehen. Allein deshalb musste er in die Top 25.
Weitere Serien:
Stromberg: Den hätten die meisten wohl in den Top25 erwartet, aber so gern ich die Serie auch mag, war es nun keine von denen, wo ich das Gefühl hatte, es wäre schlimm, wenn ich mal eine Folge verpasse.
Dr. Psycho:
Fand ich offengestanden sogar unterhaltsamer als "Stromberg", weil die Konstellation der Charaktere hier noch etwas konfliktgeladener ist, die Figuren aber dennoch allesamt sympathischer wirken.
Twin Peaks:
Da werden sich einige wundern, warum die nicht in den Top25 steht und der Grund ist, dass die Serie mir zu viele Längen hatte und von den Studios auch ganz schön zerpflückt wurde. Sie wäre aber Platz 26 gewesen.
Legend of the Seeker - Das Schwert der Wahrheit: Es ist nicht das Gelbe vom Ei, aber ich habe damals bei Staffel 1 angefangen zu gucken und dachte mir: "Gib der Serie mal eine Chance!" Seither hat sich die Serie durchaus gesteigert, die Charaktere besitzen einen gewissen Charme und einige nette Einfälle hatten die Macher schon. An einem langweiligen Sonntagnachmittag ist es immer noch die beste Alternative im Fernsehen.
Hör mal wer da hämmert: Diese Sitcom ist einfach Kult und ich werde auch bei der 10ten Wiederholung nicht so recht müde, sie zu gucken. Und einige Zitate wie "Das glaube ich nicht, Tim!" oder "Mehr Power!" sind schon in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeflossen.
FlashForward: Noch eine Serie, die die Studios auf dem Gewissen haben. Mehr will ich dazu nicht mehr sagen.
Charmed - Zauberhafte Hexen: Ja, ich hab's geguckt, weil ich Julian McMahon als Cole/Balthazar mochte, doch als die Figur weg war, war die Luft endgültig raus und es war nur noch ein einziger Zickenkrieg. Ich führe die Serie auch nicht auf, weil ich sie besonders toll fand, sondern schlicht, weil ich sie geguckt habe und versuchen will alle freiwillig und im Vollbesitz meiner wenigen geistigen Kräfte geguckten Serien hier unten mitaufzuführen. Und wenn ich mir überlege, was man uns zu der Zeit, als ich sie geguckt habe (das ist nämlich noch nicht soooo lange her), sonst so im Nachmittagsprogramm vorgesetzt bekam, war das noch immer die beste Alternative.
Dr. Slippery - Fortysomething: Die Serie wurde ja bei uns erst durch den "Dr. House"-Boom bekannt, denn auch hier spielt Hugh Laurie einen Arzt - allerdings noch in seinem guten, alten England. Die Mini-Serie ist zumindest wegen Laurie sehenswert.
News Radio: Habe ich damals entdeckt, als sie morgens auf dem gerade neu "entstandenen" Sender Comedy Central wiederholt wurde. "News Radio" gehört defintiv zu den durch die Charaktere getragenen Sitcoms und gefielt mir gerade deshalb immer sehr gut.
Chaos City: Funktioniert ähnlich und Michael J. Fox war in dieser Serie einfach ganz große Klasse.
Two and a Half Men: Ich guck die Serie ab und an ganz gerne, kann aber den Hype nicht so ganz nachvollziehen, was wohl daran liegt, dass ich mit Gags, bei denen es mehrheitlich um Sex geht nie viel anfangen konnte.
Malcolm mittendrin: Noch eine Sitcom und von dieser habe ich manche Folgen gewiss auch drei- oder viermal gesehen.
Bloch: In unregelmäßigen Abständen zeigt die ARD imer mal wieder am Mittwoch einen neuen Pfall des Psychotherapeuten Maximilian Bloch. Für mich als Berufsirren natürlich jedes Mal Pflicht!
Balko: Die alten Folgen waren genial (lustig und Spannend zugleich), aber die Serie hat leider sehr unter den ständigen Umbesetzungen gelitten und ließ im Laufe der Jahre immer mehr nach.
Monk: Die ersten Folgen fand ich noch richtig klasse, aber das ist dann doch eine Serie, die sich irgendwann totgelaufen hat.
Großstadtrevier: Eine der ganz wenigen deutschen Kultserien. Als Kind konnte ich sogar den Titelsong auswendig. das kann ich heute zum Glück nicht mehr und die Serie hat auch stark nachgelassen, ist aber mittlerweile die letzte sehenswerte Vorabendserie ("Die Simspsons" mal ausgenommen).
Die Dinos: Eine meiner Lieblingsserien als Kind. Als Jugendlicher hab ich sie nochmal wiederentdeckt und den teils sehr hintergründigen Humor erstmals richtig begriffen, wodurch ich die Serie gleich nochmal so gern hatte. Und so einige Sprüche wie "Nicht-die-Mama!" oder "Bin da! Wer noch?" sind ja schon geflügelte Wörter. "Ach, du dicker Dino!"
Okay, der Rest kommt jetzt als bloße Aufzählung, denn der Rest bedarf keiner großen Kommentare: Friends, Will & Grace, Dharma und Greg, Das Amt (kennt das überhaupt noch wer?), Hinterm Mond gleich links, Alf, Gargoyles und noch viel mehr, was ich bestimmt vergessen habe.